Landesweingut Laimburg

Die Kernkompetenz der weinbaulichen und kellerwirtschaftlichen Versuchstätigkeit wird – im Sinne eines Musterbetriebes der Südtiroler Weinwirtschaft – durch die Produktion hochqualitativer Weine gestützt. Das Spektrum der Weine umfasst die repräsentativen Sorten Südtirols: Weißburgunder, Sauvignon blanc und Gewürztraminer sind die Hauptsorten bei den Weißweinen, Lagrein, Blauburgunder und Vernatsch bei den Rotweinen. Sämtliche dafür verwendeten Trauben stammen aus den Weinbergen des Agrarbetriebes Laimburg; diese verteilen sich auf ungefähr 20 ha Rebfläche in diversen Weinbaugebieten und weisen unterschiedliche Böden und Lagen zwischen 200 und 750 m ü. d. M. auf. Die rund 90.000 Flaschen Qualitätswein des Landesweingutes Laimburg – bei Fachverkostungen mehrfach ausgezeichnet – folgen zwei Weinlinien: Die „Gutsweine“ sind traditionelle, rebsortentypische Jahrgangsweine, ausgebaut in Edelstahl- oder großen Eichenholzfässern. Die Weine der „Burgselektion“ sind individuelle, vorwiegend im Eichenholzfass ausgebaute oder selektionierte Weine, deren Namen auf die ladinische Sagenwelt der Dolomiten zurückgehen. Sich in den Charakter der Rebe hineinzufühlen und diese zur Entfaltung ihrer besten Eigenschaften zu bringen, ist der Grundsatz beim Rebbau und bei der Weinbereitung des Landesweingutes; es ist Mitglied der Tirolensis Ars Vini, der Vereinigung Südtiroler Qualitätsweinhöfe, die sich unter dem Zeichen des Tatzelwurms auch visuell höchster Qualität verpflichten.

Als das Landesweingut Laimburg in den späten 1980er Jahren vor der Notwendigkeit stand, zusätzlichen Raum für die Lagerung seiner Fässer und Weinflaschen zu schaffen, bot sich eine Erweiterung in den roten Porphyrfelsen des angrenzenden Mitterberges hinein an. Eine Entscheidung, die sich in mehrfacher Hinsicht als günstig erwies: Die Aushöhlung des Felsens – 1989/90 wurden mit 5.000 kg Dynamit 4.000 m³ Felsen herausgesprengt, 2003 und 2004 wurde der Keller um 6.000 m³ erweitert – bedeutete zunächst eine enorme Kostenersparnis gegenüber einem konventionellen Bau; zusätzlich entstand neben den Fass- und Flaschenlagerungskellern, die dank ihrer natürlich konstanten Raumtemperatur ideale Bedingungen erfüllen, der sogenannte Felsenkeller: ein einmaliges Beispiel traditioneller und zugleich zeitgemäßer Weinarchitektur. Zwei bronzene Weinmusen von Guido Anton Muss – Sinnbilder für die schlanke Eleganz und das opulent Kräftige des Weins – zieren den Eingang zum 300 m² großen gewölbten Saal, der heute vornehmlich Repräsentationszwecken dient: als ideales Ambiente für den Austausch zwischen Weinfachleuten, Medienvertretern und Gastronomen. Gleichzeitig wird der Raum von der Südtiroler Landesregierung für Veranstaltungen genutzt, zu denen prominente Persönlichkeiten, Mitglieder ehrenamtlicher Vereine und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kultur eingeladen werden.

Homepage des Landesweinguts Laimburg(Externer Link)

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Kellermeister