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Molekulare Diagnostik
Im Sachbereich Molekulare Diagnostik liegt der Schwerpunkt auf der Erforschung der Apfeltriebsucht und der Vergilbungskrankheiten der Rebe. In den letzten Jahren wurde im Molekularbiologischen Labor ein neues real-time PCR-Verfahren zum Nachweis des Apfeltriebsucht-Phytoplasmas entwickelt, das sich sowohl durch eine hohe Spezifizität als auch durch eine hohe Nachweisempfindlichkeit auszeichnet (Journal of Microbiological Methods 2004, 57, 135-145). Außerdem schließt dieses Verfahren eine interne Positivkontrolle zur Qualitätsgewährleistung der Nachweisreaktion ein. Die Methode findet derzeit bei verschiedenen Versuchsfragestellungen und in der Routinediagnostik Anwendung. In dem erst vor kurzem angelaufenen Schwerpunktprojekt Apfeltriebsucht – APPL werden die Genexpressions-Analyse (Microarray-Technik) und die Proteinanalytik angewandt, um die Mechanismen des Zusammenspiels zwischen dem Erreger und seiner Wirtspflanze zu erforschen. Das Ziel dieses Projektes ist das Verständnis der molekularen Prozesse, die an der Ausprägung von Krankheitssymptomen bzw. an der natürlichen Abwehrreaktion der Pflanze beteiligt sind - als Grundlage für die Entwicklung neuer Bekämpfungsstrategien gegen die Apfeltriebsucht. Neben der Erforschung von Phytoplasmen werden im Sachbereich Molekulare Diagnostik auch Analysen zum Nachweis von latenten Feuerbrand-Infektionen und zur genetischen Charakterisierung der Verursacherorganismen des "Weißen Hauches" durchgeführt (Informatore fitopatologico 2006, 12, 60-63).
Das Interreg III-A Projekt "DNA-Chip-Entwicklung zur Charakterisierung und Valorisierung von Bergheu" befasst sich mit einem innovativen Ansatz für die Identifizierung von einzelnen Pflanzenarten in komplexen Heugemischen. Die Anwendung eines solchen molekularen Werkzeugs als Kontrollinstrument bei der Zertifizierung von Bergheu könnte dazu beitragen, eine höhere Wertschöpfung für dieses Produkt zu erzielen und neue Vermarktungsschienen für die Bergbauern zu eröffnen und diese auch zu sichern. Eine weitere Einsatzmöglichkeit des "Bergheu DNA-Chips" wäre in Bereichen wie Vegetationsaufnahmen und Futtermittelanalysen zu finden.
Mitarbeiter
Mag. Dr. rer. nat. Sanja Baric (Sachbearbeiterin)
Tel.: +39 0471 969717
Fax: +39 0471 969599
E-Mail: Sanja.Baric@provinz.bz.it
Christine Kerschbamer
Tel.: +39 0471 969688
Fax: +39 0471 969599
E-Mail: Christine.Kerschbamer@provinz.bz.it
Dr. Jennifer Berger
Tel.: +39 0471 969517
Fax: +39 0471 969599
E-Mail: Jennifer.Berger@provinz.bz.it
Schwerpunktprojekt Apfeltriebsucht - APPLDr. Christian Cainelli
Tel.: +39 0471 969516
Fax: +39 0471 969599
E-Mail: Christian.Cainelli@provinz.bz.it
Schwerpunktprojekt Apfeltriebsucht - APPL
Mag. Sabine Öttl
Tel.: +39 0471 969515
Fax: +39 0471 969599
E-Mail: Sabine.Oettl@provinz.bz.it
Schwerpunktprojekt Apfeltriebsucht - APPL
Dr. Thomas Letschka
Tel.: +39 0471 969514
Fax: +39 0471 969599
E-Mail: Thomas.Letschka@provinz.bz.it
Interreg III A-Projekt "Bergheu DNA-Chip"