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Interpoma 2010

INTERPOMA 2010
7. Internationale Fachmesse für
Anbau, Lagerung und Vermarktung des Apfels
Bozen, 4. - 6. November 2010

Das Versuchszentrum Laimburg bei der INTERPOMA 2010

Jennifer Berger, Michael Oberhuber - Land- und Forstwirtschaftliches Versuchszentrum Laimburg
(Artikel veröffentlicht im Obstbau-Weinbau - Oktoberausgabe 2010)


Rückschau:
Das Versuchszentrum Laimburg hat bereits in den 1990er Jahren am Konzept für eine Fachmesse über Anbau, Lagerung und Vermarktung mitgearbeitet: die daraus entstandene INTERPOMA fand erstmals im Jahr 1998 statt.
Basierend auf unseren Versuchsergebnissen konnten wir mit unseren Ausstellungsständen mittlerweile über ein ganzes Jahrzehnt hinweg dem Fachpublikum stets die neuesten Entwicklungen und aktuellen Themen in Anbau, Lagerung und Züchtung des Apfels präsentieren.
Die Fokuspunkte unserer Ausstellungsstände spiegeln die Evolution und verschiedenen Schwerpunkte der Landwirtschaft in Südtirol während dieses Zeitraums wider: in den vergangenen Jahren haben wir unsere Ergebnisse zu so vielfältigen Themen wie Bodenerhebungen im Südtiroler Obstbau, neue Lagerungstechnologien sowie die Anwendung verschiedener Baumschnitttechniken, etwa in Jung- oder Problemanlagen, vorgestellt. Bei der letzten INTERPOMA-Messe im Jahr 2008 lag unser Hauptaugenmerk auf dem ökologischen Anbau, speziell der mechanischen Ausdünnung und der Stickstoffmineralisierung von organischen Düngern. Die mechanische Ausdünnung erwies sich als ein besonders zukunftsweisendes Thema, das mittlerweile auch im integrierten Anbau aufgrund der Zulassungsänderung von Ausdünnungsprodukten immer größere Bedeutung erlangt.
Innovative Lagerungstechnologien wie die dynamisch-kontrollierte Atmosphäre (DCA) und neue Nachernte-Behandlungsmittel wie 1-Methylcyclopropen (SmartFresh®) wurden erstmals 2006 vorgestellt und finden immer breitere Anwendung in der Südtiroler Obstlagerung. Gerade für die diesjährige Ausgabe der INTERPOMA ist dieses Thema von besonderer Aktualität, da das Nacherntebehandlungsmittel Diphenylamin (DPA) nicht mehr lange zugelassen ist.

Vorschau:
Aus diesem Anlass bietet das Versuchszentrum Laimburg dieses Jahr einen aktuellen Einblick in die Weiterentwicklungen im Bereich der Lagertechnologie: mit unserem Stand auf der INTERPOMA 2010 möchten wir dem Publikum das lebende System Apfel vorstellen, dessen Ansprüche verstanden werden müssen, um es während der Lagerung in einen schonenden Winterschlaf zu versetzen. Außerdem wird erläutert, wie die besten Lagerungs-Bedingungen für neue Apfelsorten am VZ Laimburg ermittelt werden.

Besonders beliebt war bei den Messebesuchern in der Vergangenheit stets die Vorstellung und Verkostung neuer Apfelsorten. Hier kann sich das Fachpublikum über alte und neue Apfelsorten sowie über aktuellste Züchtungsergebnisse informieren. Das Versuchszentrum Laimburg prüft über 300 verschiedene Apfelsorten auf ihre Anbaufähigkeit unter den klimatischen Verhältnissen Südtirols und versteht sich in diesem Zusammenhang als eine unabhängige Anlaufstelle, bei der objektive Informationen über Sorten, Klone und deren Anbaueignung erhältlich sind.
Der Schwerpunkt „Sorten“ wurde vom Versuchszentrum Laimburg erstmals bei der INTERPOMA 2002 thematisiert mit einer Sonderausstellung von über 100 verschiedenen Apfelsorten, darunter alte, gegenwärtige und moderne Clubsorten. Die kontinuierliche Erweiterung und Erneuerung des Sortenspektrums in Südtirol – 2010 steigt die Anzahl der angebauten Clubsorten mit der neuen Sorte Jazz® auf fünf – belegt das konstante Interesse an neuen Sorten, sowohl bei Produzenten als auch bei Konsumenten.
Im Jahr der Biodiversität wird das Versuchszentrum Laimburg dem Fachpublikum wieder eine Sonderausstellung mit den weltweit interessantesten Apfelsorten präsentieren. Dieser Einblick in die große Vielfalt an Sorten, Klonen, aber auch Arten der Gattung Malus vermittelt den Besuchern einen Eindruck von der Agrobiodiversität: ein wertvolles Gut, aus welchem wir schöpfen können, um uns auf dem globalen Markt zu differenzieren und damit konkurrenzfähig zu bleiben.
Die Interpoma 2010 wird mit Fachmesse und Kongress die aktuellsten Fragen in der Obstwirtschaft ansprechen: Wohin entwickelt sich der Apfelanbau? Welche Themen werden die Südtiroler Obstwirtschaft in den nächsten Jahren beschäftigen? Welche neuartigen Technologien könnten bald Einsatz in der Routine finden? Mit einem Querschnitt durch die aktuellen Forschungsschwerpunkte möchte das Versuchszentrum Laimburg dazu beitragen, die INTERPOMA auch 2010 wieder zu einer erfolgreichen und interessanten Veranstaltung zu machen, welche einen Blick in die Zukunft des Apfels erlaubt.

INTERPOMA: Leitmesse der Apfelwirtschaft

(Bozen, 10. Mai 2010) In die Südtiroler Apfelanlagen ist der Frühling zurückgekehrt. Abgeschlossen wird die noch junge Saison mit einem internationalen Event: mit der Interpoma 2010, der Fachmesse für Anbau, Lagerung und Vermarktung des Apfels. Da wiederum die Leader in diesen Bereichen erwartet werden, darf man auf die Neuheiten durchaus gespannt sein.
Mitte März wurde in den Gunstlagen des 18.500 Hektar großen Apfelanbaugebietes das erste Grün beobachtet. Am Versuchszentrum Laimburg registrierte man bei der Sorte Golden Delicious eine Woche später als im Vorjahr und vier Tage später als im langjährigen Mittel, am 21 März, den Knospenaustrieb.
In der Südtiroler Obstwirtschaft hat es seit der letzten Interpoma vor zwei Jahren weitreichende Neuerungen und Veränderungen in der Vermarktung gegeben. Sie standen in erster Linie im Zeichen einer Neuausrichtung der Vermarktungsstrukturen und einer Bündelung der Kräfte als Antwort auf den immer bedeutender werdenden Lebensmitteleinzelhandel: Die sieben Obst- und Gemüsegenossenschaften im Vinschgau, die im Dachverband Vi.P zusammengeschlossen sind und etwa ein Drittel der heimischen Apfelernte verkaufen, vermarkten seit der Ernte 2008 ihre gesamte Produktion über eine einzige Verkaufsstelle. Mit der diesjährigen Ernte werden auch die achtzehn Genossenschaften sehr eng kooperieren, die im Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften VOG zusammengeschlossen sind und ihre Produktion, rund zwei Drittel der Südtiroler Äpfel, über vier Pools vermarkten.
Überregionale Zusammenschlüsse und ein gemeinsames Auftreten gibt es inzwischen auch über die neugegründete FROM für den Ost-Markt, wo sich VOG und Vi.P mit den beiden Erzeugerorganisationen des benachbarten Trentino und dem Obstverarbeitungsbetrieb VOG Products zusammengeschlossen haben.
Alternanz scheint in Südtirol mittlerweile ein Fremdwort zu sein. Auf eine Rekordernte folgt die nächste. Von verschiedensten Exponenten der Südtiroler Obstwirtschaft wird nun aber öfters gemutmaßt, dass man den Zenit erreicht habe. Für die diesjährige Saison zeigen sich die Experten jedenfalls zuversichtlich. Nach den Beobachtungen des Südtiroler Beratungsringes gibt es nämlich trotz der Rekordernte von 1,1 Millionen Tonnen wiederum eine gute Apfelblüte.
Auch im Anbau ist ein Umdenken spürbar. Südtirols Obstproduzenten zeigen mittlerweile Mut bei der Sortenerneuerung. Entschied man sich noch vor einigen Jahren für bewährte Sorten, so fällt die Wahl nun auch auf Apfelneuheiten wie Modí® (CIV G198), Kanzi® (Nicoter) und Jazz® (Scifresh). Man erwartet sich, dass diese Sorten in Zukunft eine wirtschaftlich interessante Perspektive darstellen. Ungebrochenes Interesse herrscht nach wie vor für die Sorte Pink Lady®.
Wie in allen anderen Wirtschaftsbereichen muss heute auch in der Landwirtschaft bestens informiert sein, wer wirtschaftlich erfolgreich arbeiten will. Die Interpoma 2010 vom 4. bis zum 6. November im Messegelände in Bozen ist hierfür eine ausgezeichnete Gelegenheit.

Für weitere Informationen:
Elena Vincenzi
Pressebüro von Interpoma fürs Ausland c/o Fruitecom
+39-059-7863894

Cristina Pucher
Pressebüro Fiera Bolzano Spa
+39-0471-516012

Nähere Informationen unter www.interpoma.it

 

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