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Felssicherungsarbeiten am Versuchszentrum Laimburg eingeleitet

Am Mittwoch, 31.05.2017 fand am Versuchszentrum Laimburg eine Zivilschutzsitzung mit Landesgeologe Volkmar Mair, der Direktorin des Amts für Hochbau West Marina Albertoni und dem Direktor des Amts für Zivilschutz Günther Walcher sowie dem Bürgermeister der Gemeinde Pfatten Alessandro Beati statt. Mit den Technikern des Versuchszentrums Laimburg und der Landesdomäne wurden die Ergebnisse einer Untersuchung der Felswand und der Felssicherungen oberhalb der Gebäude des Versuchszentrums diskutiert.

Der zu entfernende Felsblock in der Felswand des Mitterbergs oberhalb der Gebäude des Versuchszentrums (c) Amt für Geologie und Baustoffprüfung

Auf dem Areal des Versuchszentrums Laimburg in Pfatten kann das Risiko von Felsstürzen und Hochwasser nicht ausgeschlossen werden. Zu diesem Ergebnis war 2016 ein technischer Bericht des Amts für Geologie und Baustoffprüfung im Rahmen der Gefahrenzonenplanung für die Gemeinde Pfatten gekommen. Zur Bewertung der geologischen Situation war eine dreidimensionale Steinschlagsimulationen durchgeführt und eine Karte der Blocksturzweite erstellt worden. Aus diesen Simulationen ging hervor, dass sich Teile des Versuchszentrums  in einer Zone befinden, die im Falle eines massiven Felssturzes des Mitterbergs von herabfallenden Steinblöcken erreicht werden könnte. Laut Gesetz müssen Gebäude, die sich in dieser Zone befinden, nicht evakuiert oder abgebrochen werden, jedoch sind Sicherungsmaßnahmen zur Vorbeugung zu treffen.

Um das Areal des Versuchszentrums vor Naturgefahren wie Felsstürzen zu schützen, hat die Südtiroler Landesregierung daraufhin mit Beschluss Nr. 908 vom 23.08.2016 umfangreiche Maßnahmen beschlossen und das Amt für Geologie und Baustoffprüfung mit der Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur Verbesserung und Adaptierung der bestehenden Felssicherungen beauftragt.

Diese umfangreichen geologischen Untersuchungen sind nun abgeschlossen. Das Ergebnis: Der größte Teil der Felswand im nordwestlichen Bereich des Versuchszentrums kann mit entsprechenden Maßnahmen gesichert werden, bzw. die bestehenden Felssicherungen können so verstärkt und verbessert werden, dass die darunterliegenden Gebäude des Versuchszentrums nicht mehr innerhalb einer Zone mit hohem Risiko liegen. „Wir sind froh, dass durch die Sicherungsarbeiten alle potenziellen Risiken für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeräumt werden können, betonte Laimburg-Direktor Michael Oberhuber. Überzeugt von den Sicherheitsmaßnahmen zeigte sich auch Wilhelm Pfeifer, Direktor des Bereichs Liegenschaftsverwaltung der Agentur Landesdomäne: „Durch die Absicherung der Felswand können wir die Gebäude im betroffenen Areal effizient schützen und es werden nur Adaptierungsmaßnahmen geringen Ausmaßes an unseren Gebäuden nötig sein.“

Felsblock muss entfernt werden

Sorgen bereitet den Experten hingegen ein einzelner Felsblock in der besagten Felswand: „Wir haben einen Block mit einem Volumen von ca. 125 m³ - das entspricht in etwa 330 Tonnen Gesteinsmaterial – identifiziert, der nicht gesichert werden kann und darum kontrolliert aus der Wand entfernt werden muss, um die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Versuchszentrums sowie der Gebäude und des Hofareals zu gewährleisten“, lautet die Einschätzung von Landesgeologe Volkmar Mair.

„Dieser Block stellt ein Problem dar, dessen wir uns sofort zusammen mit dem Amt für Geologie und Baustoffprüfung angenommen haben, um möglichst schnell reagieren und alles für die Sicherheit der in dem betroffenen Areal arbeitenden Personen tun zu können“, sagte Landesrat Arnold Schuler.

Um die Beräumung des betreffenden Felsmaterials zu organisieren und die nötigen Sicherungsmaßnahmen an der Felswand zu ergreifen, wurde bereits eine Task Force eingerichtet, an der neben dem Amt für Geologie und Baustoffprüfung auch ausgewiesene Experten – Geologen und Ingenieure - beteiligt sind.

Die erforderlichen Arbeiten an der Felswand werden nun mit höchster Dringlichkeit eingeleitet, um dem Personal des Versuchszentrums die höchstmögliche Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Bis der Felsblock kontrolliert entfernt ist, werden diejenigen Bereiche des Versuchszentrums, die durch einen eventuellen Sturz des Blocks, etwa infolge eines Erdbebens, betroffen wären, vorsorglich geräumt. „Hierbei handelt es sich um eine temporäre Evakuierung einzelner Bereiche, um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in maximaler Sicherheit zu wissen“, betont der Direktor des Versuchszentrums Laimburg Michael Oberhuber.

Das Versuchszentrum Laimburg

Das Land- und Forstwirtschaftliche Versuchszentrum Laimburg versteht sich als führende Forschungsinstitution für die Landwirtschaft und Lebensmittelqualität in Südtirol. Das Versuchszentrum Laimburg betreibt vor allem angewandte Forschung mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Südtiroler Landwirtschaft zu steigern und die Qualität landwirtschaftlicher Produkte zu sichern.

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